Watt
is Dutton? Kalle holt die Kleinen von der Insel
Kalle Gesthüsen aus Kevelaer hat schon mit fast allem gehandelt,
was Räder hat: vom Moped bis zum Wohnwagen. Irgendwann wurde
ihm klar, daß das Glück und seine Zukunft in der Nische
liegen. Immer wieder fuhr er nach England. Zunächst um Oldtimer
aufzustöbern, später auf der Suche nach Bausatz-mobilen
aller Marken. Und jetzt jagt er Duttons hinterher.
Diese extrem luftigen Roadster gelten in der britischen Aute
Szene als „Poor man's Roadster - als offener Arme-Leute-Sportwagen.
Das Gewicht von wenig mehr als 500 Kilo garantiert großen
Fahrspaß für kleines Geld, denn unter der Kunststoffkarosse
sitzt simple Ford-Technik. Ersatzmotoren sind daher schon für
300 Mark zu haben. Gesthüsens Palette beginnt bei 3500 Mark
für ein zwar komplettes, aber in jedem Fall überholungsbedürftiges
Exemplar. Bei einem Preis von etwa 10000 Mark machen selbst Duttons
schon richtig was her: Mit Holzarmaturenbrett, Ledersitzen, breiten
Rädern und ordentlicher Lackierung sieht ein Dutton fast
schon edel aus. Kalle
kennt fast jeden Dutton in Deutschland, die meisten hat er selbst
von der Insel geholt. Doch wer glaubt, in England selbst billiger
an einen Dutton zu kommen, sei gewarnt. Über 200 mal war
Kalle schon drüben, um Duttons zu holen. Die Bilanz: Ohne
Pannen kam er nur dreimal zurück.
Mini-Sportler Stolz sitzt Händler Kalle Gesthüsen
im offenen Kastenrohr-rahmen eines Dutton. Im Hintergrund komplett
montierte Modelle des englischen Kleinwagens, den ein Ford-Motor
antreibt. |